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Sonderausstellungen

Kommende Sonderausstellungen:

„… schattige Wälder und grünende Felder …“ - Felix Hollenberg zum 150. Geburtstag (15.12.2018 - 31.3.2019)

Hollenberg-Radierung: Weg durch die Heide

Felix Hollenberg wurde am 15.12.1868 in Sterkrade geboren und wuchs in Dinslaken auf. Nach Studien an den Kunstakademien Düsseldorf und Stuttgart blieb er als freischaffender Künstler im Süden: zuerst in Stuttgart, ab 1944 auf der Schwäbischen Alb.

In der Sonderausstellung zu seinem 150. Geburtstag präsentiert das Museum Voswinckelshof eine Auswahl seiner Werke unter dem von Hollenberg selbst gesetzten Thema „… schattige Wälder und gründende Felder …“. Neben Radierungen und Ölgemälden aus den städtischen Sammlungen sind erstmals Teile der etwa 100 Werke Hollenbergs umfassenden „Sammlung Hans Blankenhorn“ zu sehen, die dem Museum Ende 2017 auf Dauer überlassen wurde. Die Enkel Hollenbergs stellten weitere, teils noch nie ausgestellte Leihgaben aus dem Bestand der Familie zur Verfügung. Im Dachgeschoss kann man Landschaftsradierungen Hollenbergs mit Arbeiten seiner Zeitgenossen vergleichen, die Prof. Volker Lehnert aus seiner umfangreichen Lehrsammlung zusammenstellte.

Zur Ausstellung entwickelte das Stadtarchiv Dinslaken die Seite www.felix-hollenberg.de mit vielen Bildern und Informationen.

Im Begleitprogramm kann man neben Führungen auch Workshops besuchen und die Kunst des Radierens kennen lernen. Diese Termine werden in der Tagespresse, im  Veranstaltungskalender unter www.dinslaken.de und hier auf der Homepage des Museums veröffentlicht.

 

 

Weihnachtsausstellung mit traditionellem Kunsthandwerk (26.11. - 02.12.2018)

Es ist bald wieder so weit: Die traditionelle Weihnachtsausstellung im Museum Voswinckelshof steht an. In diesem Jahr findet sie eine Woche früher als viele Jahre vorher statt, nämlich vom 26.11.2018 bis zum 2.12.2018, jeweils von 11 - 18 Uhr.
Neben den Hobbykünstlern und Hobbykünstlerinnen, die bereits seit vielen Jahren an den Ausstellungen im Museum teilnehmen, präsentieren in diesem Jahr auch  neue Teilnehmende die sehenswerten Ergebnisse ihrer Freizeitaktivitäten. Insgesamt nehmen in diesem Jahr 31 Ausstellerinnen und Aussteller teil. Gezeigt werden, Tiffany, Gesticktes, Genähtes und Gehäkeltes, Schmuck in vielfältiger Ausführung, Kränze, Adventkalender, Holzarbeiten, Engel aus Perlen oder Nudeln, Keramik, geprägte Münzen, Karten in verschiedenen Variationen und vieles mehr. Selbstverständlich werden die Techniken auch vorgeführt und erklärt.
Die Ausstellung füllt wieder einmal alle 3 Stockwerke des Museums.
Traditionsgemäß ist auch die Cafeteria geöffnet. Dort kann man sich vor oder nach dem Besuch der Ausstellung mit vielen Leckereien verwöhnen lassen.

 


Aktuelle Sonderausstellungen:

„Zurück an den Orten. Druckgraphische Arbeiten 2009-2016“ von Volker Lehnert (30.9. - 18.11.2018)

Volker Lehnert: "Ein wenig Argwohn in Waldstuecken" Farblithographie, entstanden 2015

Der Maler und Zeichner Volker Lehnert hat in den letzten 40 Jahren ein großes und vielseitiges druckgraphisches Werk geschaffen, das über 2000 Blätter in ganz unterschiedlichen Techniken umfasst: Radierungen, Lithographien, Hochdrucke und Serigrafien. Seine Werkstatt, in der er alle Arbeiten selbst in Handarbeit druckt, ist kein Ort reibungsloser Produktion, sondern ein Labor künstlerischer Forschungen und Experimente. So hat er verschiedene Druckverfahren neu entwickelt und Kombinationen erprobt. Mit bis zu 10 Farben entstehen die großformatigen, geradezu bildmäßigen Hochdruck-Unikate. Extrudierter Polystyrolschaum erwies sich dafür als das geeignete Material für seine Druckplatten. Für Lithographien verwendet er sowohl Steine, als auch gekörnte Aluminiumplatten und seine Radierungen entstehen auf der historischen Tiefdruckpresse, die einst im Atelier von Felix Hollenberg stand.

Volker Lehnert, geboren 1956 in Saarbrücken, lebt heute in Witten. Von einer Professur für Zeichnung in Krefeld wurde er vor seit vielen Jahren auf eine Professur an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart gerufen. Sein Werk war bisher in über 100 Einzelausstellungen im In- und Ausland zu sehen.

Die Ausstellung „Zurück an den Orten“, die in anderer Form schon im Kunstverein Böblingen und in der Galerie Hoch&Partner in Leipzig zu sehen war, zeigt eine Auswahl aus Lehnerts druckgraphischen Werk der Jahre 2009 - 2016. Dabei reflektieren die Lithographien und Hochdrucke die Erfahrungen des Malers, während die Radierungen auf unzählige zeichnerische Recherchen zurückgehen, die in verschiedenen europäischen Städten vor Ort entstanden. Insofern ist dann die Weiter-Arbeit im Atelier immer ein „zurück an den Orten“, womit sich der Ausstellungstitel erklärt.

Zur Ausstellung erschien im Rasch Verlag ein umfangreicher Katalog mit 146 meist farbigen Abbildungen und einer Original-Offsetlithographie des Künstlers als Umschlag. Er ist an der Museumskasse erhältlich.

 

5 Jahre KSL - eine Retrospektive (13. - 23.06.2017)

KSL (Kunst statt Leerraum) feiert sein erstes kleines Jubiläum.
Ein mutiges und spannendes Projekt, das 2014 aus einer gemeinsamen Idee der Wirtschaftsförderung und der Kreativagentur Labor 22 entstand, feiert in diesem Jahr seinen 5. Geburtstag.
KSL Retrospektive
- eine Sammlung zahlreicher Kunstwerke teilnehmender Künstlerinnen und Künstler der vergangenen Jahre.
Die Welt zu Gast in Dinslaken.
Filme, Skulpturen, Malerei und vieles mehr.
Die KSL Retrospektive ist vom 13. bis 23. Juni 2018 im Dachgeschoss des Museums Voswinckelshof im Stadthistorischen Zentrum zu sehen.

Bílá Hora – ein Comic über den Beginn des Dreißigjährigen Krieges entsteht“ (23.6. - 26.8.2018)

eine mittelalterliche StadtAm 23. Mai 1618 warfen Vertretern der böhmischen Stände einige kaiserliche Beamte kurzerhand aus einem Fenster der Prager Burg. Dies gilt als der Beginn eines der grausamsten Kapitel der europäischen Geschichte, des Dreißigjährigen Krieges.
Der in Dinslaken geborene und in Hamburg lebende Comiczeichner Wittek und sein Autor Sven Taucke folgen in ihrem derzeit entstehenden, drei Alben umfassenden Comicroman „Bílá Hora“ ihren Figuren durch diese bewegte Zeit. Namensgebend für das Werk ist der Weiße Berg bei Prag, wo sich 1620 die berühmte „Schlacht am weißen Berg“ ereignete. Dort wird sich das Schicksal der Protagonisten erfüllen.
Die Handlung des Comics setzt allerdings schon früher ein. Bereits das Jahr 1608 ist durch kriegerische Auseinandersetzungen, religiöse Spannungen und Hexenverfolgung geprägt.

Das erste Album der Reihe, „Die Hexenkinder“, spielt vor diesem Hintergrund.

Die Veröffentlichung dieses Bandes ist für 2019 geplant.

Im Museum Voswinckelshof lassen sich die Macher über die Schulter schauen.

Anhand von Studienzeichnungen, Referenzmaterial und fertigen Comicseiten lassen sich Handlungsverlauf und Entstehungsgeschichte des Comics nachvollziehen.

 

Das Musik- und Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung finden Sie im Bereich "Museumspädagogik" und im Veranstaltungskalender auf www.dinslaken.de.

 

Chrysantheon 2 (15.04 - 10.06.2018)

Das Kunstprojekt CRYSANTHEON ist zu Gast im Museum Voswinckelshof.

CRYSANTHEON ist ein Kunstwort. Es ist zusammengesetzt aus den Begriffen Chrysantheme, der herbstblühenden Blume, die in Japan als Symbol der Sonne gilt, und aus "Pantheon", einem allen Göttern geweihten Heiligtum.

CRYSANTHEON ist der Ort, den es zu erschaffen gilt:

Charaktere, Gesellschaftssystem, Kultur, Mythologie, Religion, Wissenschaft, Technik, Architektur etc. mit Aspekten der Utopie, Dystopie (Anti-Utopie, oft mit negativem Ausgang), Fantasy, Science Fiction …

Gestartet ist das Kunstprojekt CRYSANTHEON mit dem Thema „Die Stadt“. In Dinslaken beschäftigt sich der zweite Teil mit den „Personae“. Dazu zählen Außendarstellung, Maske, Rolle, Rollenerwartungen, Rollenspiele, Hierarchien, Charaktere, auch Status und -verlust in der Gesellschaft. Die Frage der Identität im Spannungsfeld zwischen äußerer Erwartungshaltung, Wahrnehmung und eigener Positionierung wird ebenfalls thematisiert.

Jedes Thema wird mehrfach und sich verändernd und entwickelnd interpretiert. Weitere Themen und Ausstellungen sind für die Zukunft geplant.

Die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler arbeiten in den Gattungen Grafik, Fotografie, Malerei, Plastik bzw. Mischformen wie Collage oder Montage. Sie hatten freie Wahl bei den von ihnen verwendeten Materialien. Das Spektrum der Ideen ist weit, das Projekt – zu dem weitere Ausstellungen in den kommenden Jahren folgen sollen – ein Abenteuer.

Friedensbilder! - Eine Ausstellung von Max Bilitza mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen des KulturRucksack NRW 2018 (07.04. - 10.06.2018)

Spielzeugsoldaten im Farbenmeer"Friedensbilder!“ ist ein multimediales Ausstellungsprojekt von Max Bilitza (Gewinner Kinder- und Jugendkulturland Projektpreis NRW 2015 und 2016) in Kooperation mit dem Museum Voswinckelshof Dinslaken und der Tanzwerkstatt Ulla Weltike Duisburg im Rahmen des Kulturrucksack Städteverbundes Duisburg und Dinslaken.
Im Anschluss an die 39. Duisburger Akzente die sich dem Thema „Nie wieder Krieg?“ verschrieben haben, waren jetzt besonders Duisburger und Dinslakener Kinder und Jugendliche gefragt, ihre Sichtweisen auf das Thema Krieg und Frieden in Malerei, Installation, Skulptur und Collage im Rahmen eines kostenfreien Kulturrucksack Ferienprogrammes darzustellen. Das Besondere daran: Die 13 Kinder wurden zu Künstler*innen und Kurator*innen und zeigen ihre Kunstwerke in einer professionellen Sonderausstellung im Museum Voswinckelshof in Dinslaken. 
Der Workshop gliederte sich in unterschiedliche Punkte: - gemeinsam die Geschichte der Stadt erkunden – der eigenen Fantasie nachgehen – Gestaltungstechniken erlernen – kreative Experimente machen – Ideen mitnehmen – selbst Kunstwerke gestalten – eine richtige Ausstellung vorbereiten.
Geleitet wurde der Workshop für junge Menschen zwischen 10 und 14 Jahren von dem erfahrenen, international tätigen Künstler Max Bilitza.
Krieg, Flucht, Vertreibung, Heimatverlust, Frieden, Neuanfang: Wie können Kinder und Jugendliche damit umgehen, wie können sie deutlich machen, was sie bewegt? In dem Projekt waren Kinder und Jugendliche eingeladen, ihre eigene Sichtweise auf das Thema Krieg und Frieden in Malerei, Installation, Skulptur und Collage darzustellen. Ob Biografien von Menschen beleuchtet wurden, die Großes für den Frieden in der Welt getan haben, oder ob Frieden im eigenen Wohnzimmer thematisiert wurde, oblag der Entscheidung der Gruppe. Ziel war es, dass die Kinder und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit außerschulischen Experten und Expertinnen eine professionelle Ausstellung vorbereiten und einem interessierten Publikum zugänglich machen.
Ausstellungszeitraum im Museum Voswinckelshof in Dinslaken: 07.04.2018 bis 10.06.2018.
Die städteübergreifende Kunstausstellung wird am Samstag, 7. April 2018 um 15.00 Uhr eröffnet.Piktogramm Ziel 16 Frieden, Gerechtigkeit und starke Instituionen


Osterausstellung im Museum Voswinckelshof (18. - 25.03.2018)

Am 18. März 2018 öffnet das Museum Voswinckelshof seine Türen für die traditionelle Osterausstellung.Osterdekoration im Museum Voswinckelshof
30 Kunst- und Hobbyhandwerker verwandeln die Räume am Elmar-Sierp-Platz in einen anspruchsvollen Ort österlichen Brauchtums. Die Ausstellung erstreckt sich über alle drei Etagen des Museums Voswinckelshof.
Die Besucher haben ausreichend Gelegenheit, zum Beispiel die von Hobbykünstlern bemalten und verzierten Enten-,Gänse-und Hühnereier zu bestaunen, mit den Künstlern zu fachsimpeln oder sich deren Techniken erklären zu lassen.
Auch viele andere österliche Accessoires sind zu sehen, die - ebenso wie alle anderen Dinge - auch direkt vor Ort angefertigt werden.
Für Leib und Wohl wird in der Cafeteria gesorgt: Neben heißen und kalten Getränken werden kleine Leckereien angeboten.
Die Ausstellung wird am Sonntag, den 18.03.2018 um 11 Uhr feierlich durch den stellvertretenden Bürgermeister Thomas Groß und den Kinderchor „Kecke Kiebitze“ eröffnet.

Während der Osterausstellung gelten besondere Öffnungszeiten: Das Museum ist täglich von 11 Uhr bis 18 Uhr geöffnet!
Wegen der Aufbauarbeiten zur Osterausstellung bleibt das Museum am 16.03. und am 17.03.2018 geschlossen.


"Faszination Meer – Insel Møn" - Bilder aus der dänischen Südsee von Klaus-Uwe Kühl

(14.1. bis 4.3.2018 - Studioausstellung im Dachgeschoss)

Spiegelung im MeerDas Meer und seine Küsten strahlen von jeher eine Faszination aus, die die Menschen berührt und in ihren Bann zieht. Dies hat die Werke von Künstlern vieler Genres zu allen Zeiten beeinflußt.

Klaus-Uwe Kühl ist bis heute von seinen Reisen „an die See“ fasziniert. Das Treiben im Hafendie Küste und der Strand, die Sonne, die sich im Wasser spiegelt, wechselnde Wolkenbilder und das sich stetig ändernde Spiel der Wellen erzeugen in ihm eine fast magische Faszination. Er verweilt und beobachtet, setzt sich kreativ damit auseinander – und fotografiert. Das Meer erlebt er als Ort „ohrenbetäubender Stille ewiger Rastlosigkeit“.

Seit 2006 setzt er sich im Rahmen der Werkreihe „Momente“ mit Emotionen, Gefühlen und ihrer Visualisierung auseinander. Dies auch, um einen anderen Blick auf die Dinge zu bekommen.

Die ausgestellten Fotografien sind auf der dänischen Insel Møn entstanden. Mit ihren Kreidefelsen ist sie das dänische Gegenstück zur Insel Rügen. Geografisch liegt die Insel Møn am südlichen Rand eines Inselreviers, dass auch als „dänische Südsee“ bezeichnet wird. Es besteht aus einer Vielzahl kleiner Inseln mit malerischen Buchten und Häfen, Lande- und Ankerplätzen.

Die Bilder zeigen die Landschaft an Møns Klingt, Szenen am Meer und dessen Licht, das Wasser, den Wind und eindrucksvolle Stimmungen. Sie zeigen Details und Abstraktes, das aus dem Spiel der Elemente entstanden ist.

DINgsda - Von DINslaken, DIN-Normen und anderen DINgen

17.12.2017 - 4.3.2018

DINgsda Ausstellung„DIN“ ist als Abkürzung bekannt. Auf KFZ-Kennzeichen und am Niederrhein steht es für DINslaken, in der Welt für das Deutsche Institut für Normung.

Mit der Sonderausstellung „DINgsda – 100 Jahre DIN-Normen in DINslaken“ im Museum Voswinckelshof ehrt die Stadt DINslaken das DINstitut zum 100. Geburtstag. Zu sehen sind individuell gefertigte wie genormte Gegenstände aus industrieller Fertigung. Die Ausstellung macht deutlich, wie wichtig DIN-Normen heute auch im DINslakener Alltag sind.

Der Ortsname „Dinslaken“ wurde erstmals in einer auf das Jahr 1163 datierten Urkunde genannt. Seit der Verleihung der Stadtrechte 1273 wandelte sich das kleine Landstädtchen zu einer industrialisierten Mittelstadt.

Das Normeninstitut blickt am 22.12.2017 auf 100 Jahre erfolgreicher Arbeit zurück. Es entstand als „Normenausschuss der deutschen Industrie“, weil Industrie, Handel und Verwaltung die Warenwelt vereinfachen und mit gleichmäßigen Qualitätsstandards versehen wollten. Seit 1975 steht das Kürzel DIN weltweit für das deutsche Normenwerk, an dem sich die öffentliche Verwaltung, Industrie, Handel und Dienstleister orientieren.

 

 

Weihnachtsausstellung der Hobby-Kunsthandwerker

27.11. - 3.12.2017

Museum Voswinckelshof weihnachtlich eingeschneit Die traditionelle Weihnachtsausstellung im Museum Voswinckelshof steht an. In diesem Jahr findet sie eine Woche früher als viele Jahre vorher statt, nämlich vom 27.11.2017 bis zum 3.12.2017, jeweils von 11 - 18 Uhr.

Neben den Hobbykünstlern und Hobbykünstlerinnen, die bereits seit vielen Jahren an den Ausstellungen im Museum teilnehmen, präsentieren in diesem Jahr auch neue Teilnehmende die sehenswerten Ergebnisse ihrer Freizeitaktivitäten. Insgesamt nehmen in diesem Jahr 30 Ausstellerinnen und Aussteller teil. Gezeigt werden Buchfaltkunst, Tiffany, Gesticktes, Genähtes und Gehäkeltes, Schmuck in vielfältiger Ausführung, Kränze, Adventkalender, Holzarbeiten, Engel aus Perlen oder Nudeln, Keramik, geprägte Münzen, Karten in verschiedenen Variationen und vieles mehr. Selbstverständlich werden die Techniken auch vorgeführt und erklärt.

Die Ausstellung füllt wieder einmal alle 3 Stockwerke des Museums. Zeitgleich findet an der Museumskasse in Kooperation mit dem Agenda-Büro eine Tombola zugunsten der „Denis Goldberg Legacy Foundation“ (Kulturförderung für junge Menschen in Südafrika) statt. Fair produzierter Schmuck und viele andere Schätze aus fairem Handel locken als Preise.

Traditionsgemäß ist auch die Cafeteria geöffnet. Dort kann man sich vor oder nach dem Besuch der Ausstellung mit vielen Leckereien verwöhnen lassen.

 

500 Jahre Reformation im Land Dinslaken

10.9. - 19.11.2017

Karte vom Land Dinslaken - Blaeu, 1644Im Land Dinslaken war die Unzufriedenheit groß über die Verhältnisse, die im ausgehenden Mittelalter in der katholischen Kirche herrschten. Reformatorische Bemühungen der Klever Landesherren liefen ebenso ins Leere wie solche innerhalb der Klöster. Die Gedanken der „devotio moderna“, der modernen Demut und Frömmigkeit, trafen auf zunehmendes Interesse. Eine gesellschaftliche Grundstimmung für eine umfassende Reformation der Kirche war entstanden.

Am Ende des 15. Jahrhunderts nahm der Ablasshandel groteske Züge an. Gegen Zahlung von Geld konnte man sich von Sündenstrafen frei kaufen. Als Anbieter traten der Papst und andere hohe Geistliche auf, die den Verkauf reisenden Ablasspredigern überließen. Der Dominikaner Johannes Tetzel war ein ganz besonders aggressiver Verkaufsprediger, der auch in der Gegend von Wittenberg seinem Geschäft nachging. Martin Luther bekam die Auswirkungen direkt zu spüren und soll als Reaktion gegen dies Treiben seine 95 Thesen veröffentlicht haben.

Die Sonderausstellung zur Reformation im Land Dinslaken greift sowohl den Ablassverkauf, als auch die Stimmung der Bevölkerung auf. Anhand originaler Ausstellungsstücke wird die Einstellung von Herrschaft wie Bevölkerung hinsichtlich der Kirchenreform deutlich und greifbar. Auch die von vielen Kriegen geprägte Zeit am Ende des 16. und im 17. Jahrhundert wird mit eindrucksvollen Exponaten aus Dinslaken und dem Umland vermittelt.

In dieser Zeit der Gegenreformation hatten es die Protestanten schwer. Sie mußten sich teils heimlich treffen, teils die Gotteshäuser untereinander und sogar mit Katholiken teilen.

Allerdings waren die letzten drei Klever Herzöge von Humanisten erzogen worden und behielten ihre Lehrer als Regierungsberater. Von der Toleranz, die den Herzögen vermittelt worden war, profitierte das ganze Land.

Der Unionsaufruf König Friedrich Wilhelms II. vom September 1817 fand bei den unterschiedlichen protestantischen Richtungen ein positives Echo. Auch in den Gemeinden des Kirchenkreises Dinslaken kam es zur Union von Lutheranern und Reformierten.

Die Rheinische Kirche ist heute eine Kirche der Union, in der es nur noch wenige ausgesprochen lutherische oder reformierte Gemeinden gibt. Im Kirchenkreis Dinslaken sind heute alle Gemeinden uniert.

Über diesen Link kann man einen virtuellen Rundgang durch die Ausstellung machen: http://reformation-dinslaken.de/360/

Ein Rahmenprogramm von Lesungen, Führungen sowie museumspädagogische Angebote begleiten die Ausstellung.

Informationen zur Ausstellung, Texte und Abbildungen finden Sie auch auf der Homepage:

www.reformation-dinslaken.de

Gemalter Raum – Getanzter Traum - 05.-27.08.2017

Großformatiges Actionpaintung in der AusstellungEin multimediales Projekt für 10 -14 Jährige von Max Bilitza in Kooperation mit dem Museum Voswinckelshof und der Tanzwerkstatt Ulla Weltike im Rahmen des Kulturrucksack NRW Duisburg und Dinslaken

Ein Projekt verbindet Duisburg und Dinslaken: 2 Institutionen, 19 Teilnehmende und eine kreative Aufgabe.

Action Painting! Malperformance! Kunstausstellung!
Klecksen, tropfen, malen, spritzen – Aktionsmalerei passiert spontan, wild, rebellisch, leidenschaftlich und folgt dem Prinzip des Zufalls: Schalte den Kopf beim Malen ab und lass den Zufall mitentscheiden!
Action Painting (Aktionsmalerei) ist eine besondere Maltechnik, bei der mit tänzerischen Bewegungen Farbe auf den Malgrund geschleudert, gespritzt, gekleckst oder auch gepinselt wird.
Mit Sieb und (Zahn)bürste, Skateboard und Cola-Dose wurden die Bilder abwechslungsreich gestaltet oder ganze Leinwände mit bunter Farbe bedeckt – inspiriert von den berühmten Klecksbildern von Jackson Pollock und Max Ernst
Unter der Anleitung des Künstlers Max Bilitza (Gewinner des Projektpreises Kinder und Jugendkulturland NRW 2015 und 2016) konnten 19 Kinder und Jugendliche in einem mehrtägigen Ferienprogramm expressiv malen und surreale Bilder gestalten, eigene Malperformances und Tanzstücke entwickeln und die Ergebnisse im Rahmen einer professionellen Kunstausstellung präsentieren.

GEZEITEN - Fotografische Arbeiten von Thomas Heinser
(30.4. - 20.8.2017)

Thomas Heinser - LuftaufnahmeThomas Heinser ist der Herr der „Gezeiten“. Unter diesem Titel präsentiert der Fotograf aus San Francisco seine neueste Ausstellung, die ab dem 30. April im Museum Voswinckelshof in Dinslaken zu sehen ist.

Die Schau befasst sich mit der Natur und dem, was wir Menschen daraus machen: Zu sehen sind Brücken und Rollbahnen, die sinnbildlich für Bewegung und Weiterkommen stehen, doch die Bilder sind frei von Menschen und Fahrzeugen; kalifornische Landschaften, schwer gezeichnet von einer jahrelangen Dürre, die gerade erst zu Ende geht — und dabei dennoch eine bizarre Schönheit entfalten; Salinen zur Salzgewinnung im Süden der San Francisco Bay, die in den verschiedensten Farben leuchten und immer wieder an Gemälde erinnern.

Kommen und Gehen, eine Welt im Wandel: Das Wort „Gezeiten“ ist dabei nicht nur im heute noch gebräuchlichen Sinne von Ebbe und Flut gemeint, sondern auch in der veralteten Variante von Zeiträumen, die ständigen Veränderungen unterworfen sind. Oder, wie es beim Literaturnobelpreisträger Bob Dylan heißt: „The Times They Are A-Changin’“.

Der Fotograf Thomas Heinser (*1958), in Dinslaken aufgewachsen, lebt und arbeitet seit mehr als 30 Jahren in San Francisco, Kalifornien — zunächst überwiegend für Werbung und Fotostrecken in Magazinen, in letzter Zeit mit Schwerpunkt auf seinen eigenen künstlerischen Arbeiten.

„Gezeiten“ ist Heinsers zweite Ausstellung in seiner alten Heimat: Schon 2013 eröffnete er im Museum Voswinckelshof die Werkschau „Blickwinkel“, seine erste Ausstellung in Deutschland überhaupt. In der Zwischenzeit zeigte er seine Bilder auch in Köln und Berlin — Städte mit ungleich größeren Kunst- und Kulturszenen, aber das fällt für den Fotografen gar nicht ins Gewicht. Thomas Heinser meint: „Die Faszination ist eigentlich die selbe. Das Publikum ist ein anderes, aber nicht weniger spannend. Und das Herz einer Schau ist größer, wenn’s in der Heimat passiert.“